Autismus

Autismus zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, die heute unter dem Begriff Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bekannt sind oder neuerdings als “Autismus-Spektrum” (AS) zusammengefasst werden.  Das Erscheinungsbild ist gekennzeichnet durch Besonderheiten im Kommunikations- und Sozialverhalten sowie im eingeschränkten, sich häufig wiederholenden Repertoire an Verhaltensweisen. Häufig treten Wahrnehmungsstörungen auf oder – anders formuliert- Besonderheiten der Wahrnehmung.
An einem Ende des Spektrums befindet sich das Asperger-Syndrom,  am anderen Ende der frühkindliche Autismus, der (anders als beim Asperger-Syndrom) mit einer geistigen Beeinträchtigung einhergehen kann.
Etwa 17 von 10 000 Menschen sind vom frühkindlichen Autismus, etwa acht von 10 000 vom Asperger-Syndrom betroffen.
Die Ursache für ASS wird derzeit im genetischen Bereich angenommen.

“Den nachhaltigsten Erfolg erzielen….Therapien, die gezielt soziales Verhalten einüben” (Der Spiegel, 2006)

Sozialtraining sollte immer als eine Form der Hilfe verstanden werden, die das wechselseitige Verständnis zwischen Autisten und Nicht-Autisten als wesentlichen Bestandteil betrachtet. Es ist wichtig für Menschen im AS zu wissen, wie Nicht-Autisten denken, fühlen und wahrnehmen und welche Verhaltensregeln und sozialen (unausgesprochenen) Regeln es gibt. Es ist aber ebenso wichtig, dass wir etwas über die autistische Wahrnehmung, den Denkstil und die Gefühlswelt erfahren. Sozialtraining solle also nicht als Einbahnstraße begriffen werden, sondern immer in einem wechselseitigen Verständnisprozess münden.